Reise blog von Travellerspoint

Philippinen - mehr Südsee, mehr Strand, mehr Entspannung...

Das Programm für die Philippinen war eigentlich recht einfach: Palawan, eine langgezogene Insel im Südwesten. Nach der obligaten Ankunft in der gelinde gesagt leicht chaotischen Metropole Manila war die Weiterreise dahin bald organisiert. Nach der Landung auf dem kleinen Provinzflughafen von Puerta Princessa brachte mich ein Tricycle zu meiner Absteige in der Nähe des Busbahnhofs. Da löse ich für den anderen Tag ein Busticket nach El Nido. Ziemlich einfach alles hier, aber alles klappt ohne grosse Aufregung.
Tricycles sind quasi das Transport-Arbeitspferd der Philippinen ausserhalb der Städte, analog zu Tuk Tuk’s in anderen Teilen Asiens. Beim Tricycle handelt es sich um ein Motorrad mit Seitenwagen, mit zugefügtem Dach (ja, es regnet hier ab und zu…).
large_22c_Sablayan_006.jpg
Als ich am nächsten Tag nach fünf Stunden Fahrt am Ziel ankomme, schüttet es in Strömen. Mit dem starken Taifun, der am Vortag den Norden von Luzon (Hauptinsel des Landes) heimgesucht hat, ziehen natürlich auch im weiteren Umfeld Schlechtwetterzonen mit. Und die dürfen wir jetzt ausbaden – bzw. ausduschen. Ungefähr so sah es dann aus:
large_24a_El_Nido_002.jpg
Das Wetter wird schon am Tag darauf wesentlich freundlicher und ich geniesse dieses Tropenparadies, auch wenn es sich schon stark auf den Tourismus eingestellt hat. Aber es ist auch mal nett, nach dem Abendessen in der Dunkelheit den Strand entlang zu spazieren und bei Gefallen in einer der Bars mit Musik Platz zu nehmen. Nebst einer Tour in den Bacuilt-Archipel gehe ich auch einen Tag tauchen. Das war so quasi der Anstoss einer Serie von Planänderungen, denn das Ganze wird zur Fahrt zum Apo Riff. Aber eins ums andere: ich fahre nordwärst nach Coron, einem weniger schönen Ort, der aber berühmt ist fürs Wracktauchen.
large_22b_Coron_004.jpg
Die Amerikaner haben hier im 2. Weltkrieg innert weniger Tage eine Serie von japanischen Schiffen auf den Meeresgrund geschickt. Und da warten sie jetzt auf Taucher. Aber es gibt noch mehr unter Wasser: auf der anderen Seite der Insel Busuanga liegt östlich eben dieses Apo-Riff. Und ich habe mir in den Kopf gesetzt, auch dahin zu fahren. Der Tauchtrip dahin nimmt allerdings mindestens zwei Tage in Anspruch und so nicht nur aufwändiger zu organisieren ist, sondern auch mehr kostet. Meinen Plan teilen nicht genug andere Taucher, ich bekomme nur vage Zusagen der Tauchshops «maybe next week». Ich überbrücke die Zeit mit Wracktauchgängen, die sich echt lohnen. Ich bin noch nie so weit in die gesunkenen Schiffe hineingetaucht, das Ganze macht echt Spass.
Irgendwann bin ich es aber doch leid, bezüglich Apo-Riff immer wieder vertröstet zu werden und besteige eine Fähre oder eigentlich eine Banka, die typisch philippinische Bootsform mit schlankem Rumpf und zwei Auslegern, die mich nach Mindoro bringt, welches nordöstlich liegt quasi auf der anderen Seite des angestrebten Riffs. Da mit einem Van weiter nach Norden nach Sablayan, das dem Riff am nächsten liegt. Ich finde ein kleines, einfaches Resort am Strand, das von einem Österreicher geführt wird, und von wo auch Touren nach Apo gefahren werden. Fast eine Woche lang geniesse ich die Ruhe, den abgeschiedenen Strand, der kilometerlang und praktisch menschenleer ist, auch wenn der Sand halt eben grau und nicht weiss ist.
large_22c_Sablayan_007.jpg
Aber zum Riff komme ich auch von hier aus nicht. Dafür meldet sich jetzt wieder Coron. Also wieder zurück? Auch nicht: als ich schon wieder zurück in San José bin, wo anderntags wieder eine Banka nach Coron fahren würde, meldet sich der Tauchshop in Coron: ob ich nicht schon einen Tag früher da sein könne, wegen eines nahenden Tiefdruckgebiets müssten sie einen Tag früher los.
Weia…
Meine Zuversicht, das Riff doch jemals zu Gesicht zu bekommen, sinkt gegen Null. Da habe ich noch einen allerletzten Trumpf im Ärmel: es gibt in Mindoro noch ein Tauchresort mit dem vielversprechenden Namen «Apo Reef Club», und die wollen fahren. Also wieder den halben Weg zurück. Und anderntags?
Wir fahren los, einfach so als wenn nichts wäre. Endlich geht’s zum Riff - ich kann’s kaum zu glauben!!!
large_22d_Conception_003.jpg
Die zwei Tage sind echt lohnenswert, an den wunderschönen Riffwänden tauchen wir zwischen Schildkröten, Riffhaien, Napoleons, Feuerfischen und natürlich vielen Korallen, um nur einiges zu nennen.
Zurück auf Mindoro hänge ich dann noch ein paar Nächte dran, auch dieser Strand ist friedlich und das Resort ist sehr schön angelegt, auch wenn es noch ein paar kleine Mängel gibt wie einen nicht benutzbaren Pool oder eine Strandbar, die nicht in Betrieb ist. Man fragt ab und zu «when will you go where?» und ich antworte «I don’t know», was gelegentlich etwas Schulterzucken zur Folge hat. Mir gefällt’s, irgendwie viel relaxter als die bisherige Reise. Schliesslich fasse ich aber doch den Entschluss, über die Nordseite von Mindoro Richtung Manila aufzubrechen, mit einem Zwischenhalt in Puerto Galera. Palawan sehe ich nicht mehr und all die tollen Dinge, die ich da noch hätte unternehmen können, müssen warten bis zum nächsten Mal. Wer weiss, wieso nicht.
Fotos:
large_24a_El_Nido_001.jpg
Das nett gelegene El Nido.
.
.
.
large_24a_El_Nido_007.jpg
Im schönen Bacuilt-Archipel.
.
.
.
large_24a_El_Nido_010.jpg
large_24a_El_Nido_011.jpg
Am Strand muss ich dann mal ein bisschen Hand anlegen.
.
.
.
large_24a_El_Nido_012.jpg
Die Cola-Dosen sind hier aber auch gross, erhöht den Fitness-Charakter.
.
.
.
large_24a_El_Nido_009.jpg
Zum Glück gibt es auch etwas grössere Durstlöscher.
.
.
.
large_22b_Coron_003.jpg
large_22b_Coron_001.jpg
Ausblicke vom Hausberg von Coron
.
.
.
large_22e_PuertoGalera_001.jpg
Impression vor der Überfahrt nach Puerto Galera – auf Mindoro gibt es einige Gipfel über 2000 Meter.
.
.
.
large_22e_PuertoGalera_002.jpg
large_22e_PuertoGalera_003.jpg
Mein Hotel liegt in einer schönen Bucht, beim Baden muss man aber aufgrund des felsigen Untergrunds vorsichtig sein, aber einmal drin: herrlich!!!
Auch im Garten ist’s paradiesisch nett 
.
.
.
large_22e_PuertoGalera_004.jpg
Eine Barka wie diese bringt mich wieder zurück auf die Hauptinsel Luzon – ein Bus bringt mich dann wieder in die Metropole Manila, wo ich noch ein bisschen den Komfort von Kinos, Einkaufszentren und Café Latte geniesse.

Eingestellt von greoj 00:41 Archiviert in Philippinen Kommentare (0)

Hong Kong - faszinierende Gegensätze

Hong Kong
Hong Kong war mal eine von 4 Städten auf der Welt, die ich unbedingt mal sehen wollte. Bereits abhaken konnte ich Kapstadt und New York, jetzt war also Hong Kong an der Reihe. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Irgendwie hat es mich von der ersten Minute nach der Landung an gepackt, nachdem ich leicht enttäuscht war, dass ich die Stadt im Anflug nicht sehen konnte.
Aber schon die Fahrt mit der Schnellbahn zur Insel Hong Kong war faszinierend. Und dann diese Stadt mit all ihren Gegensätzen:
- modern-westlich vs traditionelles China
- dichte Besiedlung vs üppiges Grün
- verwinkelte Strassen und Gässchen vs grobklotzige Hochhäuser und Wolkenkratzer
Irgendwie findet man hier alles. Und dank Daten-SIM kann ich mich in diesem bunten Chaos mit modernen Apps bestens orientieren.

Fotos:

large_HongKong_018.jpg
Mein Hotel befindet sich auf der Südwestseite der Insel Hong Kong, ziemlich genau unter dem Victoria Peak. Ich wohne im zehnten Stock. Auf dem Strassenlevel befinden sich unzählige Läden mit getrockneten Produkten, das meiste wohl aus dem Meer. Aber beim etwas genauerem Hinsehen will ich das dann gar nicht so genau wissen, was das alles ist. Jedenfalls riecht es überall eher streng und ich mache mich meist schnell vom Acker.
large_HongKong_005.jpg
large_HongKong_002.jpg
large_HongKong_001.jpg
large_HongKong_017.jpg
Die Strasse vor meinem Hotel ist ziemlich eng, die Trams dementsprechend schmal und dafür hoch. Schon sonst irgendwo ein doppelstöckiges Tram gesehen? Die Kisten sind auch eher älteren Baujahrs und die Schienen auch. In einer engen Kurve bekommt man schon mal Zweifel, ob das Ganze nicht gleich zum Kippen kommt.
Der Blick nach oben beweist: im 10. Stock bist hier dem Himmel noch kaum näher gekommen…
large_HongKong_003.jpg
large_HongKong_004.jpg
large_HongKong_024.jpg
large_HongKong_025.jpg
Der Victoria Peak ist eines meiner ersten Ziele. Stetig geht es durch steile Strassen und Gässchen den Berg hoch, aber noch lange überragen mich die Wohnhäuser an der steilen Südflanke der Insel um vieles.
Der überall als solcher verkaufte Victoria Peak ist ein eher döfliches, ambossformiges Kommerzgebäude bei der Bergstation der Standseilbahn, das sich aber keineswegs zuoberst befindet. Dafür gibt es von hier aus eine schöne und eben angelegte Rundstrasse (Lugard road) mitten im Grün mit wunderbaren Aussichten.
large_HongKong_008.jpg
large_HongKong_009.jpg
Durch die Enge auf der Insel konkurrieren Verkehr und Fussgänger besonders. Aber der Trick ist, sich wo immer möglich quasi auf den ersten Stock zu begeben, wo weitreichende Passagen über die Strassen gelegt sind. Das führt dann oft durch Shopping Malls, aber wundersamerweise findet sich meist wieder ein Ausgang in die gewünschte Richtung.
large_HongKong_010.jpg
large_HongKong_022.jpg
Die zwei Türme:
Auf der Insel Hong Kong steht das über 400 Meter hohe 2 International Finance Center, das höchste Gebäude auf dieser Seite. Gegenüber auf Kowloon (also eigentlich bereits auf dem Festland) thront das Internation Commerce Center, fast 500 Meter hoch.
large_HongKong_014.jpg
Hübsch anzusehen, aber mal ehrlich gesagt: Hong Kong funktioniert dieser Tage auch ohne…
large_HongKong_019.jpg
Hong Kong by Night

Eingestellt von greoj 09:34 Archiviert in Hong-Kong Kommentare (0)

Japan, Teil 2

Ise

In Ise begegne ich von den Orten, die ich besuche, wohl am wenigsten westliche Touristen. Hier befinden sich zwei der wichtigsten Schreine des Shintoismus, quasi der kleine wie auch der grosse Schrein von Ise, in denen jeweils noch viele kleinere Schreine angesiedelt sind. Das Besondere daran ist, dass die Hauptschreine alle zwanzig Jahre vollständig neu gebaut werden. Dabei wird für die Holzbauten kein einziger Nagel verwendet, sondern alles quasi zusammengesteckt. Aber nicht nur Schreiner, sondern Handwerker aus allen Sparten sind beim Neubau gefragt, und es sollen insgesamt etwa 150'000 Personen beteiligt sein.
large_20d_Ise_001.jpg
large_20d_Ise_002.jpg
Allzu viel gibt es hier von den Schreinen von Ise nicht zu sehen, da Fotografieren der inneren Bereiche untersagt ist. Auf den Bildern der Eingang zum Gelände des Hauptschreins und die Treppe zu ebendiesem.
.
.
.

Nara

Wie Kyoto ist auch Nara eine frühere Kaiserstadt. Sie liegt wie Ise auf einer Halbinsel südlich von Kyoto. Hierher gibt es keine Schinkansen. Ich mache mit der Tatsache Bekanntschaft, dass es neben JR (Japan Railways) noch viele weitere Regionalbahnbetreiber gibt, und diese haben ihre eigene Logik und Ticketbepreisung. Aber nach einigem Bestaunen von riesigen Streckenplänen und ein paar Tips von hilfsbereitem Bahnpersonal habe ich meine Ziele auch hier ohne Probleme erreicht.
large_20e_Nara_001.jpg
large_20e_Nara_002.jpg
Berühmt ist der riesige Buddha von Nara, der bis unter die Decke des grossen Tempelbaus reicht
.
.
.
large_20e_Nara_004.jpg
Im weiten umliegenden Park mit weiteren Tempeln und Schreinen ist auch viel Wild anzutreffen, das von Besuchern gut durchgefüttert wird.
.
.
.
large_20e_Nara_005.jpg
large_20e_Nara_006.jpg
Laternen im Tempel Kasuga-Taisha, bei Tag und als «Simulation» des Laternenfests.
.
.
.
large_20e_Nara_007.jpg
Pavillon im Weiher
.
.
.

Hiroshima

Hiroshima ist der westlichste Ort, den ich in Japan besuche. Natürlich ist hier der Abwurf der ersten Atombombe und deren zerstörerische Wirkung das Hauptthema. Ich besichtige erstmal den bekannten «Atomic Dome», eines der wenigen Gebäude im Stadtzentrum, die von der Bombe nicht vollkommen zerstört worden sind. Nachher spaziere ich in durch den gleich angrenzenden Friedenspark, in dem sich auch das berühmte Friedensmuseum befindet. Hier wird unter anderem anhand von vielen Einzelschicksalen erzählt, was die gewaltige Explosion mit den Menschen und der Stadt angerichtet hat. Vor dem Hintergrund all der aktuellen Konflikte in der Welt, in denen aus Hass nur weitere Zerstörung und Leid geboren werden wäre es auch verständlich, wenn die Wirkung des 6. August 1945 in dieselbe Richtung geführt hätte. Aber das Gegenteil ist der Fall – die Stadt Hiroshima steht seither für eine atombombenfreie Welt und für den Frieden ein. Das wird eine der schönsten Erinnerungen an Japan bleiben, trotz all des Leids, das diesen Ort heimgesucht hat.
large_20f_Hiroshima_014.jpg
large_20f_Hiroshima_023.jpg
Ausblick von meinem Hotelzimmer auf das Friedensmuseum von Hiroshima. Der Friedenspark liegt im Bild rechts davon. Seine Achse weist genau auf die Kuppel des A-bomb Doms.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_020.jpg
large_20f_Hiroshima_013.jpg
Der sogenannte ‘A-bomb Dome’, das ehemalige Gebäudes der Industrie- und Handelskammer, welches sich direkt unter dem Zentrum der Explosion befand. Es ist wesentlich grösser als ich es erwartet hatte.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_001.jpg
large_20f_Hiroshima_022.jpg
Das Kinder-Friedensmonument: es wurde 1958 errichtet und Sadako Sasaki gewidmet, die 1955 im Alter von 12 Jahren an den Spätfolgen der Verstrahlung verstarb. Das krebskranke Mädchen wollte 10'000 Origami-Kraniche falten, darauf hoffend, dass sie dadurch geheilt werden würde. Seither gilt der Origami-Kranich als Zeichen des Friedens.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_012.jpg.
Abendstimmung vor dem Friedensmuseum von Hiroshima
.
.
.

Miyajima

Der letzte Tempel, den ich besuche, ist der Itsukushima-Schrein auf der Insel Miyajima, wohin mich ein Shuttle direkt aus der Stadt bringt.
large_20f_Hiroshima_003.jpg
Das Besondere an diesem Schrein: er steht bei Flut ganz im Wasser.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_002.jpg
Eines der beliebtesten Photosujets in Japan bei meinem Besuch leider mit Klumpfuss. Bei Ebbe ist der Grund offenbar trocken.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_006.jpg
Hochzeitspaar am Schrein in traditioneller Kleidung.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_010.jpg
Auch hier laufen wieder hübsche Rehlein frei durch die Gegend.
.
.
.
large_20f_Hiroshima_011.jpg
Vielleicht insgesamt etwas weniger eindrücklich war dieses Torii, aber derzeit macht es das teilweise gut, weil ohne Klumpfuss.
.
.
.

Fuji

Das Wetter in Japan ist zur Zeit meines Besuchs sehr wechselhaft und es gibt auch viel Regen. Dreimal fahre ich mit dem Schinkansen am Fujisan vorbei und sehe vielleicht 3 Sekunden lang seine Spitze, ansonsten ist er immer dick in Wolken gepackt. Als meine Wetter-App am Fuji einen Tag ohne Regen und voraussichtlich auch mit klarer Sicht verspricht, reise ich quasi per Express dahin und lasse zwei geplante Sehenswürdigkeiten links liegen. Der Plan geht auf, und ich bekomme den erhabenen Berg während einer mittelschweren Wanderung auf einen nahen Gipfel endlich in seiner ganzen Pracht zu Gesicht. Es wäre auch möglich gewesen, den Fujisan selber zu besteigen, aber davon nehme ich Abstand, denn ohne Akklimatisierung würde ich in der Schweiz auch keinen Berg von vergleichbarer Höhe in Angriff nehmen. Und ausserdem: wenn es an diesem Tag einen Berg in der Gegend gibt, von wo aus man den Fujisan mit Sicherheit nicht richtig sehen kann, dann ist es der Fuji selber….
large_20g_Fuji_001.jpg
Blick zum Fuji beim Aufstieg auf den Berg Mitogouge.
.
.
.
large_20g_Fuji_003.jpg
Blick vom Mitotouge Richtung nördliche Japanische Alpen. Das musste ich natürlich hin – holdereiti!
.
.
.
large_20g_Fuji_002.jpg
Wasserfall beim Abstieg
.
.
.
large_20g_Fuji_004.jpg
Abendstimmung am Kawaguchi-See, einer der 5 Fuji-Seen. (genau, richtig, von allen fünfen kann man den Fuji sehn…).
.
.
.

Matsumoto und die Japanischen Alpen

Am nächsten Tag ist die Aussicht weg und ich auch. Nochmals ist für einen Tag später gutes Wetter angesagt, und so reise ich in die Japanischen Alpen, nach Matsumoto, wo man eine japanische Burg besichtigen kann. Der wahre Grund, warum ich hierher kam, war der Tagesausflug in die Berge nach Kamikochi. Hier mache ich mich nochmals mit Wanderschuhen in die Berge auf. In der Touri-Information geben sie mir die Auskunft, dass ich zwar gut in die Höhe steigen kann, für den etwas über 3000 Meter hohen Gipfel zu spät dran bin. Das stellt sich dann auch als richtig heraus, denn probieren tue ich’s trotzdem. Das Gelände ist steil und der Wanderweg mit Leitern aus Holz und Stahl und unzähligen Seilen gesichert. Und auch der Abstieg ist nicht leicht, und zum Schluss bin ich vielleicht eine halbe Stunde vor Abfahrt des Busses wieder in der Talstation müde, aber um die Erinnerung an einen sonnigen Tag in einer faszinierenden Bergwelt reicher.
large_20h_Matsumoto_001.jpg
Blick auf die etwas finstere Samurai-Burg von Matsumoto.
.
.
.
large_20h_Matsumoto_002.jpg
Die viel fotografierte Hängebrücke in Kamikochi
.
.
.
large_20h_Matsumoto_003.jpg
large_20h_Matsumoto_004.jpg
large_20h_Matsumoto_005.jpg
Auf der Wanderung in Kamikochi. Im oberen Teil sind die Bergflanken wirklich sehr steil und der Weg mit zahlreichen Sicherungsseilen und Le

Eingestellt von greoj 08:25 Archiviert in Japan Kommentare (0)

Japan - quadratisch, praktisch, gut (Teil 1)

Teil 1 – Tokyo, Nikko, Kyoto

.
Übrigens: durch Klick aufs Foto lassen sich die Fotos in grösserem Format bestaunen - bitte weitersagen....!!! :-)
.
Die Überfahrt mit der Fähre nach Japan dauert etwas mehr als 48 Stunden. Von Schanghai über die Mündung des Jangtsekiang, das Chinesische Meer und Innerjapanische Meer geht es nach Osaka. Von da nehme ich den Schingkansen nach Tokyo.
Nachdem ich ja schon in China etwas Übung bei der Benutzung von Metros erhalten habe, ist die Fortbewegung in Japan ziemlich problemlos. Und wenn ich doch mal etwas stutzig rumstand, hat mich oft jemand angesprochen, um mir zu helfen. Der absolute Hammer in Sachen Orgnaisation sind die Schingkansen. Es fängt dabei an, dass in den Bahnhöfen immer genau angezeichnet wird, wo welcher Wagen hält. Dann ist auch bezeichnet, wo man anstehen soll – erste Reihe und zweite Reihe. Und ich habe bei den Schingkansen keinerlei Verspätung erlebt, eher noch das Gefühl gehabt, dass die Züge fast zu früh fahren.
.

Tokio

In Tokio hatte ich eigentlich den Plan, ein Visum für den Iran zu besorgen. Aber nachdem ich nochmals mit der Botschaft des Iran in Bern telefoniert hatte, nahm ich dann davon Abstand. Es gibt offenbar die Möglichkeit, als Schweizer das Visum bei der Ankunft zu erlangen, sofern ich auf einem der grossen Flughäfen einreise. Auf dem regulären Weg ist es ansonsten eher kompliziert. Diesbezüglich waren die Auskünfte des Botschaftsangestellten auch ziemlich vage.
In Tokio besuche ich den Meji-Schrein. Obwohl es fast pausenlos regnet, bin ich sehr angetan. Die Gebäude und auch das Innere der Räume sind von einer schlichten Eleganz, die in Japan vielerorts zu finden ist. Wie in vielen asiatischen Ländern ist hierzulande der Buddhismus eine wichtige Reiligion, daneben ist aber der Shintoismus weit verbreitet, der in Japan eine sehr lange Tradition hat und – soweit ich es verstanden habe – eine Art Naturreligion ist mit Tausenden von Göttern. Offenbar bekennen sich viele Japaner zu beiden Religionen.
Der Meji-Schrein ist eine shintoistische Gebetsstätte. Bevor man den inneren Schrein betritt, wäscht man sich Hände und Gesicht. Um den Göttern Respekt zu zollen, wirft man ein paar Münzen in den Altar, verneigt man sich, klatscht zweimal in die Hände und verneigt sich nochmals.
.
large_20a_Tokio_003.jpg
.
Auch besuche ich das Nationalmuseum und beim abschliessenden Besuch vor dem Weiterflug auch noch den Skytree für einen Blick auf die riesige Metropole aus 450 Metern.
large_20a_Tokio_005.jpg
.
large_20a_Tokio_006.jpg
.
.
.
Tokyo ist im Wesentlichen eine moderne japanische Stadt, die wohl so ziemlich alles bietet, was man von einer Metropole wünschen kann. Shoppen könnte man zum Beispiel ohne Ende, vor allem das Luxussegment wird bestens bedient. Interessiert mich aber letztlich nicht so besonders.
large_20a_Tokio_004.jpg
..
.
.
Dafür esse ich hier ein paarmal ausgezeichnet, und das Frühstück im ersten Hotel ist vielleicht nicht besonders vielfältig, aber was beboten wird von ausgezeichneter Qualität, angefangen beim Kartoffelsalat (!) bis zu den äusserst knusprigen Gipfeli – ich habe während der weiteren 3 Wochen nichts Besseres mehr gefunden.
.
.
.

Nikko

Etwa 80 Kilometer nördlich von Tokio liegt Nikko, wo man ebenfalls buddhistische Tempel und shintoistische Schreine besuchen kann, und wo es auch die Möglichkeit gibt, in den nahegelegenen Hügeln etwas zu wandern. Leider ist es ziemlich regnerisch, offenbar hat sich ein Taifun angekündigt, der dann letztlich nicht über Japan zieht. Aber den Regen haben wir trotzdem.
large_20b_Nikko_002.jpg
Die 3 Affen (die nichts sehen, nichts hören und nicht sprechen wollen) kommen tatsächlich aus Nikko – nur eine von hunderten von kunstvollen Schnitzereien, die man in den Schreinen findet.
.
.
.
large_20b_Nikko_005.jpg.
Der Eingang zum Tosho-gu Schrein von Nikko.
.
.
.
large_20b_Nikko_008.jpg
Einer von 3 Wasserfällen, an denen ich bei der etwas verregneten Wanderung in der Nähe von Nikko vorbeikomme.
.
.
.
large_20b_Nikko_011.jpg
Wie gesagt, das Wetter auf meiner Wanderung in der Umgebung von Nikko war leicht regnerisch (es hat wenigstens nur einmal angefangen zu regnen…). Deshalb unterscheiden sich die versprochene Aussichten auch auf den Tafeln leicht vom tatsächlich Gesehenen – wenigstens konnte ich mich nachher in einem Onsen etwas erholen.
‘Onsen’ = ??? Japanisches Bad in heissem Wasser aus vulkanischen Quellen – brutal heiss, Entspannung nur bedingt möglich…
.
.
.

Kyoto

Nach Nikko geht’s weiter nach Kyoto. Das Stadtzentrum unterscheidet sich nicht sehr von dem von Tokio. Alte Häuser in den Stadtzentren wie bei uns sind in Japan ohnehin kaum zu finden. Es gibt hier den alten Kaiserpalast, unzählige Tempel und an der Peripherie Quartiere mit historischem Charme. Auffallend viele vor allem junge Frauen tragen Kimonos, etwas weniger Männer die entsprechende traditionelle Kleidung: Kyoto ist für Japan ein wichtiges Portal zur Geschichte des Landes und wird auch von Schulklassen rege besucht.
.
.
.
Fotos Kyoto
large_20c_Kyoto_001.jpg
large_20c_Kyoto_002.jpg
large_20c_Kyoto_003.jpg
Das neue Bahnhofgeäude in Kyoto wurde 1997 fertiggestellt. Es beineindruckt durch riesige Dimensionen und viel spiegelndes Glas. Das mache ich mir dann zunutze für ein Selfie – passiert ja selten genug…
.
.
.
large_20c_Kyoto_004.jpg
Buddha-Tempel Kiyomizu-dera, leider wieder mal Regenwetter…
.
.
.
large_20c_Kyoto_005.jpg
large_20c_Kyoto_006.jpg
Der Eingang und die Wege des Shinto-Schreins Fushima Inari-Taisha sind von unzähligen Tori (Toren) gesäumt. Und nicht nur das, um die vielen kleinen Nebenschreine stapeln sich weitere kleinere Tori, die man sponsern kann, damit sie aufgestellt werden kann. Die Preise sind allerdings nicht besonders bescheiden, mindestens für die grossen fängts bei 175'000 Yen an, das wären dann mal so 1700 Franken.
.
.
.
large_20c_Kyoto_007.jpg
Tradition und Moderne
.
.
.
large_20c_Kyoto_008.jpg
Traditionelle Holzhäuser am Stadtrand von Kyoto
.
.
.
large_20c_Kyoto_013.jpg
Im Bambushain von Arashima
.
.
.
large_20c_Kyoto_014.jpg
Blick auf Kyoto von einer Anhöhe bei Arashima
.
.
.
large_20c_Kyoto_015.jpg
Der berühmte Goldene Pavillon des Kinkaku-ji Tempels. Beim Sonntagswetter besonders schön – hurra, es geht ja doch!
.
.
.
large_20c_Kyoto_017.jpg
Im Kaiserpalast agiere ich erst als Fotograf für eine Gruppe von Japanerinnen – sie halten Gegenrecht und die Dame wollte unbedingt mit aufs Foto. Später werde ich für kurze Zeit von einem kleinen Mädchen «adoptiert», das seine Mama verloren hat und ausgerechnet auf den einzigen Menschen im Park getroffen ist, der kein Wort Japanisch versteht. Aber trösten ging auch auf Schweizerdeutsch und es war bald wieder bei Mutti…

Eingestellt von greoj 16:00 Archiviert in Japan Kommentare (0)

China - Shanghai

Nach Schanghai komme ich per Zug. Alles klappt vorzüglich und der Zug fährt sowohl pünktlich los und kommt ebenso pünktlich in Schanghai an. Von der Fahrt kann ich Euch allerdings nicht besonders viel erzählen, da der Zug so schnell gefahren ist . Tatsächlich war es ein Hochgeschwindigkeitszug – in Englisch sagt man Bullet Train - und es ist echt beeindruckend, wie modern sowohl der Zug als auch die Bahnanlagen inklusive der Bahnhöfe auf der Strecke sind.
Der Zeitgewinn geht dann aber zum Teil wieder flöten, weil der Zug am Flughafen Endstation macht und ich auf die U-Bahn umsteigen muss. Diese funktioniert ähnlich wie in Peking. Irgendwann stehe ich dann in der Nähe des Bund und weiss nicht mehr so recht weiter. Da springt eine junge Frau ein, ruft nach kurzer Erklärung mein Hotel an und erklärt mir dann den Weg. Positive Überraschungen sind irgendwie das Schönste am Reisen.
Schanghai ist gross und bietet sicher vieles, aber ich nehme mir nur den Bund – einem Uferbereich am Fluss Huangpu, den Financial District und die Yu-Gärten vor. Schliesslich bin ich ja auch hier, um für die Überfahrt nach Japan einzuschiffen.
.
.
.

Fotos

large_Shanghai_001.jpg
large_Shanghai_002.jpg
large_Shanghai_004.jpg
Der Bund ist quasi die historische Flaniermeile – mit alten Gebäuden aus der Kolonialzeit. Aber was soll’s. Die Dame, die sich mit Hochzeitskleid ablichten lässt, wählt als Hintergrund die Skyline des Finanzviertels:
large_Shanghai_005.jpg
large_Shanghai_016.jpg
Die 3 höchsten Kratzer des Finanzenviertels – aus der Ferne sehe später, wer am höchsten in den Himmel ragt: Villiger Stiel (rechts) gewinnt vor dem Büchsenöffner (links, eigentlich eher ein Kronkorkenzieher).
.
.
.
large_Shanghai_011.jpg
large_Shanghai_014.jpg
large_Shanghai_015.jpg
Die Yu-Gärten befinden sich ganz in der Nähe meiner Unterkunft und sehen auch ganz hübsch aus, als das Wetter wieder etwas besser mitspielt.
.
.
.
large_Shanghai_017.jpg
Skandal – aber so ist es nun mal: die Chinesen können ungestraft alles nachmachen. Aber diese Luxemburgerli sehen dann doch weniger lecker aus als die des Züricher Traditionshauses.
.
.
.
large_Shanghai_008.jpg
Vielleicht liegt es ja nur an der Empörung wegen der Luxemburgerli: ich sehe wieder Raumschiffe. Aber es ist eh Zeit, China zu verlassen, am anderen Tag wartet die Su Zhou Hao auf mich, mit Ziel Osaka.

Eingestellt von greoj 05:42 Archiviert in China Kommentare (0)

(Einträge 1 - 5 von 15) Seite [1] 2 3 »