Reise blog von Travellerspoint

Japan - quadratisch, praktisch, gut (Teil 1)

Teil 1 – Tokyo, Nikko, Kyoto

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Übrigens: durch Klick aufs Foto lassen sich die Fotos in grösserem Format bestaunen - bitte weitersagen....!!! :-)
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Die Überfahrt mit der Fähre nach Japan dauert etwas mehr als 48 Stunden. Von Schanghai über die Mündung des Jangtsekiang, das Chinesische Meer und Innerjapanische Meer geht es nach Osaka. Von da nehme ich den Schingkansen nach Tokyo.
Nachdem ich ja schon in China etwas Übung bei der Benutzung von Metros erhalten habe, ist die Fortbewegung in Japan ziemlich problemlos. Und wenn ich doch mal etwas stutzig rumstand, hat mich oft jemand angesprochen, um mir zu helfen. Der absolute Hammer in Sachen Orgnaisation sind die Schingkansen. Es fängt dabei an, dass in den Bahnhöfen immer genau angezeichnet wird, wo welcher Wagen hält. Dann ist auch bezeichnet, wo man anstehen soll – erste Reihe und zweite Reihe. Und ich habe bei den Schingkansen keinerlei Verspätung erlebt, eher noch das Gefühl gehabt, dass die Züge fast zu früh fahren.
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Tokio

In Tokio hatte ich eigentlich den Plan, ein Visum für den Iran zu besorgen. Aber nachdem ich nochmals mit der Botschaft des Iran in Bern telefoniert hatte, nahm ich dann davon Abstand. Es gibt offenbar die Möglichkeit, als Schweizer das Visum bei der Ankunft zu erlangen, sofern ich auf einem der grossen Flughäfen einreise. Auf dem regulären Weg ist es ansonsten eher kompliziert. Diesbezüglich waren die Auskünfte des Botschaftsangestellten auch ziemlich vage.
In Tokio besuche ich den Meji-Schrein. Obwohl es fast pausenlos regnet, bin ich sehr angetan. Die Gebäude und auch das Innere der Räume sind von einer schlichten Eleganz, die in Japan vielerorts zu finden ist. Wie in vielen asiatischen Ländern ist hierzulande der Buddhismus eine wichtige Reiligion, daneben ist aber der Shintoismus weit verbreitet, der in Japan eine sehr lange Tradition hat und – soweit ich es verstanden habe – eine Art Naturreligion ist mit Tausenden von Göttern. Offenbar bekennen sich viele Japaner zu beiden Religionen.
Der Meji-Schrein ist eine shintoistische Gebetsstätte. Bevor man den inneren Schrein betritt, wäscht man sich Hände und Gesicht. Um den Göttern Respekt zu zollen, wirft man ein paar Münzen in den Altar, verneigt man sich, klatscht zweimal in die Hände und verneigt sich nochmals.
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Auch besuche ich das Nationalmuseum und beim abschliessenden Besuch vor dem Weiterflug auch noch den Skytree für einen Blick auf die riesige Metropole aus 450 Metern.
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Tokyo ist im Wesentlichen eine moderne japanische Stadt, die wohl so ziemlich alles bietet, was man von einer Metropole wünschen kann. Shoppen könnte man zum Beispiel ohne Ende, vor allem das Luxussegment wird bestens bedient. Interessiert mich aber letztlich nicht so besonders.
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Dafür esse ich hier ein paarmal ausgezeichnet, und das Frühstück im ersten Hotel ist vielleicht nicht besonders vielfältig, aber was beboten wird von ausgezeichneter Qualität, angefangen beim Kartoffelsalat (!) bis zu den äusserst knusprigen Gipfeli – ich habe während der weiteren 3 Wochen nichts Besseres mehr gefunden.
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Nikko

Etwa 80 Kilometer nördlich von Tokio liegt Nikko, wo man ebenfalls buddhistische Tempel und shintoistische Schreine besuchen kann, und wo es auch die Möglichkeit gibt, in den nahegelegenen Hügeln etwas zu wandern. Leider ist es ziemlich regnerisch, offenbar hat sich ein Taifun angekündigt, der dann letztlich nicht über Japan zieht. Aber den Regen haben wir trotzdem.
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Die 3 Affen (die nichts sehen, nichts hören und nicht sprechen wollen) kommen tatsächlich aus Nikko – nur eine von hunderten von kunstvollen Schnitzereien, die man in den Schreinen findet.
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Der Eingang zum Tosho-gu Schrein von Nikko.
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Einer von 3 Wasserfällen, an denen ich bei der etwas verregneten Wanderung in der Nähe von Nikko vorbeikomme.
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Wie gesagt, das Wetter auf meiner Wanderung in der Umgebung von Nikko war leicht regnerisch (es hat wenigstens nur einmal angefangen zu regnen…). Deshalb unterscheiden sich die versprochene Aussichten auch auf den Tafeln leicht vom tatsächlich Gesehenen – wenigstens konnte ich mich nachher in einem Onsen etwas erholen.
‘Onsen’ = ??? Japanisches Bad in heissem Wasser aus vulkanischen Quellen – brutal heiss, Entspannung nur bedingt möglich…
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Kyoto

Nach Nikko geht’s weiter nach Kyoto. Das Stadtzentrum unterscheidet sich nicht sehr von dem von Tokio. Alte Häuser in den Stadtzentren wie bei uns sind in Japan ohnehin kaum zu finden. Es gibt hier den alten Kaiserpalast, unzählige Tempel und an der Peripherie Quartiere mit historischem Charme. Auffallend viele vor allem junge Frauen tragen Kimonos, etwas weniger Männer die entsprechende traditionelle Kleidung: Kyoto ist für Japan ein wichtiges Portal zur Geschichte des Landes und wird auch von Schulklassen rege besucht.
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Fotos Kyoto
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Das neue Bahnhofgeäude in Kyoto wurde 1997 fertiggestellt. Es beineindruckt durch riesige Dimensionen und viel spiegelndes Glas. Das mache ich mir dann zunutze für ein Selfie – passiert ja selten genug…
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Buddha-Tempel Kiyomizu-dera, leider wieder mal Regenwetter…
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Der Eingang und die Wege des Shinto-Schreins Fushima Inari-Taisha sind von unzähligen Tori (Toren) gesäumt. Und nicht nur das, um die vielen kleinen Nebenschreine stapeln sich weitere kleinere Tori, die man sponsern kann, damit sie aufgestellt werden kann. Die Preise sind allerdings nicht besonders bescheiden, mindestens für die grossen fängts bei 175'000 Yen an, das wären dann mal so 1700 Franken.
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Tradition und Moderne
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Traditionelle Holzhäuser am Stadtrand von Kyoto
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Im Bambushain von Arashima
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Blick auf Kyoto von einer Anhöhe bei Arashima
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Der berühmte Goldene Pavillon des Kinkaku-ji Tempels. Beim Sonntagswetter besonders schön – hurra, es geht ja doch!
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Im Kaiserpalast agiere ich erst als Fotograf für eine Gruppe von Japanerinnen – sie halten Gegenrecht und die Dame wollte unbedingt mit aufs Foto. Später werde ich für kurze Zeit von einem kleinen Mädchen «adoptiert», das seine Mama verloren hat und ausgerechnet auf den einzigen Menschen im Park getroffen ist, der kein Wort Japanisch versteht. Aber trösten ging auch auf Schweizerdeutsch und es war bald wieder bei Mutti…

Eingestellt von greoj 16:00 Archiviert in Japan

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