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Rund um Irkutsk

Ursprünglich wollte ich bei meinem Zwischenstopp vor allem den Baikalsee besuchen, etwa eine mehrtägige Wanderung an den Ufern oder ein Ausflug auf die Insel Alchon, etwa 250 Kilometer nordöstlich von Irkutsk gelegen. Relativ kurzfristig ergab sich dann aber die Möglichkeit, Yury, einen russischen Englischlehrer zu besuchen, der schon meinen Bruder Urs empfangen hatte. Also stutzte ich den Besuch am Baikal zusammen und besuchte Yury im Tal des Irkutsk.
Erst mache ich mich nach Listvyanka auf, das direkt auf Ausfluss des Baikal liegt. Danach fahren wir etwa 5 Stunden mit dem Auto ins Tunka-Tal. Da übernachte zweimal bei der Familie Zverev. Yury zeigt mir einige Sehenswürdigkeiten im Tal, wir unternehmen eine Wanderung in die «richtige Taiga». Anschliessend fahren wir ins nahe Arschan, einen Touri-Ort, wo Yury an einer Lehrerkonferenz teilnimmt und ich noch eine Nacht in einer sehr einfachen, aber ausserordentlich billigen Unterkunft verbringe. Arschan ist nicht auf internationale Gäste ausgerichtet. Englisch Fehlanzeige. Aber obwohl ich mich normalerweise mit «ja nie gawaru ba russki» (ich spreche kein Russisch) einführe, kann ich ja schon ein paar weitere Brocken, und mithilfe eines Reisesprachführers bekomme ich in Restaurants doch etwas Essbares.

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Im Listvyanka am Ausfluss des Baikalsees präsentiert sich der Baikalsee im Regenkleid. Yury ist extra hergefahren, um eine Wanderung zu machen, aber wir lassen es dann bleiben. Ich werde den Baikalsee aber noch bei meiner Abreise aus dem Zug sehen können, dann bei wunderbarem Wetter.

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Zwischen Irkutsk und Listvyanka besuche ich nach Hotelbezug ein Freilichtmuseum (Taltsi), das Wohnen in Sibirien zum Thema hat. Die Behelfsunterkunft aus Zeiten der Jäger und Sammler erinnert mich an Pfadizeiten.

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Holzkapelle, Freilichtmuseum Taltsi

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Ob mir dieser gestrenge sibirische Beamte wohl ein Russland-Visum gewährt hätte.

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Das Haus in Kyren, in dem Yury mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter lebt. Vor ihrer Wohnung im Erdgeschoss auch grad ihr bestens gepflegter Gemüse- und Blumengarten.

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Im Haus gibt es kein fliessendes Wasser, deshalb sorgt Sascha, der Sohn von Yury, für Nachschub am Ziehbrunnen. Sascha wird in Kürze nach Seattle ziehen, um da ein MBA-Studium in Angriff zu nehmen.

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Impressionen aus dem Tunka-Tal, das nördlich vom stattlichen Sejan-Gebirge begrenzt wird. Das Wetter macht nach morgendlichen Restwolken bestens mit. Daran freuen sich leider auch die Mücken – Mückenschutz bei einem Besuch der Region nicht vergessen!

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Yury beim Versuch, Zapfen aus einer Pinie zu schütteln. Später klettert er dann selber in die Krone eines Baums und lässt die Pinienzapfen runterprasseln. Die kleinen, weichen Pinienkerne sind in der Gegend offenbar ein beliebter Snack.

Eingestellt von greoj 09:11 Archiviert in Russland

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